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Neuigkeiten im ASV

Schule und Leistungssport:

von SIO am 10.02.12



Bei einem Pressetermin am 23. Januar 2012 am Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium Oberstdorf, einer der drei Eliteschulen des Sports in Bayern, stellte Kultusstaatssekretär Bernd Sibler ein Modell zur Flexibilisierung der Qualifikationsphase am Gymnasium vor.

Immer schwieriger war es in den vergangenen Jahren geworden, die Ansprüche von Schule und Leistungssport zu vereinen. Schuld daran waren die enorm gestiegenen Trainingsumfänge, die von Spitzensportlern, wie sie die Eliteschulen besuchen, verlangt werden. Die Einführung des achtjährigen Gymnasiums hatte die Situation zusätzlich verschärft. Handlungsbedarf war angesagt, um die Leistungssportler nicht mit Training, Wettkampf und Schule und – nicht zu vergessen – Nachführunterricht zu überfordern. Vor etwa zwei Jahren wandten sich deshalb die bayerischen Eliteschulen in Absprache mit den Verbänden und dem OSP Bayern mit einem Vorschlag an das Kultusministerium, wie durch eine Flexibilisierung  der Ausbildungszeit in der Oberstufe für die Leistungssportler ein Nachteilsausgleich und bessere Bedingungen geschaffen werden könnten. Das Ministerium reagierte prompt, schon im  Schuljahr 2011/12  konnten die ersten Schülerinnen und Schüler in das maßgeblich am Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium in Oberstdorf entwickelte Modell aufgenommen werden. Offiziell vorgestellt wurde es nun auf einer Pressekonferenz in Oberstdorf, zu der neben Kultusstaatssekretär Bernd Sibler viele Vertreter aus Politik, Sport und Schule gekommen waren. Konkret sieht das Modell die Streckung der Ausbildungszeit in der gymnasialen Oberstufe von zwei auf drei Jahre vor, Unterrichtsstoff und Stunden werden entsprechend verteilt. Die dadurch deutlich reduzierten Stundenumfänge ermöglichen es, den Sportlern Trainingsfenster einzurichten, montags und freitags kann der Unterricht ganz oder teilweise entfallen. In einigen Fächern ist auch Blockunterricht möglich, der außerhalb der Wettkampfsaison stattfinden kann. Damit bietet nun auch Bayern den Sportlern eine Unterstützung, die sich im bundesweiten Vergleich sehen lassen kann. Als besonderen Vorteil hebt der Oberstdorfer Schulleiter Ludwig Haslbeck hervor, dass die Sportler – anders als etwa in den Spezialgymnasien in anderen Bundesländern – auch in der Oberstufe weiter in das normale Schulleben integriert sind. Nur in den Fächern der schriftlichen Abiturprüfung gibt es für sie eigene Kurse in den ersten beiden Jahren. Am Ende der Ausbildungszeit steht dann das Zentralabitur, das die Sportschüler gemeinsam mit ihren Mitschülern ablegen.

 

Für Oberstdorf, den einzigen Allgäuer Standort einer Eliteschule des Wintersports, wird es ab dem kommenden Schuljahr eine weitere Neuerung geben: Am Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium wird mit dem Profilfach Sport ab der 8. Jahrgangsstufe ein „Sportzweig“ eingerichtet werden. Sportbegabte und leistungssportlich orientierten Schülerinnen und Schüler werden damit die Möglichkeit erhalten, statt einer dritten Fremdsprache oder der naturwissenschaftlichen Spezialisierung ihre sportlichen Neigungen auch in der Schule in den Vordergrund zu stellen. Ihnen werden  nun in Oberstdorf – neben den sehr guten sportlichen Möglichkeiten –  optimale schulische Voraussetzungen geboten: Sie beginnt mit  der Förderung in den Klassen 5 mit 8 durch das Programm „Partnerzentren des Wintersports“, das ihnen Nachführunterricht bietet und führt über das Profilfach Sport bis in die flexibilisierte Oberstufe. Ein weiterer Vorteil: Schule und Sport sind eng vernetzt und arbeiten hervorragend zusammen!

Fragen zu diesem Angebot beantwortet die Schule gerne (info@gymnasium-oberstdorf.de).

 



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